Gründer und Philosophie

 

Die moderne Kampfkunst Aikido wurde durch Morihei Ueshiba entwickelt. Er gilt als Lehrer aller Aikidokas und wird von ihnen respektvoll „O Sensei”, das heisst „Grosser Lehrer”, genannt.

Seine Lehre beruht darauf, dass nicht Kampf gegeneinander, sondern das gemeinsame Trainieren in den Rollen des Angreifers (Uke) oder des Verteidigers (Tori) zu einem gegenseitigen Verständnis, zu Harmonie und Nächstenliebe führen wird.

o-senseiMorihei Ueshiba wurde am 14. Dezember 1883 in Tanabe in der Präfektur Wakayama als der älteste Sohn von Ueshiba Yoroku geboren. Durch intensives Praktizieren von Jujutsu und Kenjutsu erlangte er schon früh Fähigkeiten in diesen Budokünsten. Als sein Vater 1920 verstarb, entschied er sich auf der Suche nach dem Spirituellen, nach Ayabe zu ziehen. Dort lernte er während 8 Jahren unter der Anleitung von Deguchi Onisaburo viel über die spirituelle Seite des Lebens kennen. Er entwickelte seinen eigenen Stil, welchen er Aiki-Bujutsu nannte.

Im Alter von 42 Jahren kam ihm bei einer Auseinandersetzung mit einem Marineoffizier die Erkenntnis, dass jede Kampfkunst nur dann unbesiegbar sein kann, wenn sie vom Geist der Liebe und Verantwortung gegenüber von allen Lebewesen durchdrungen ist. Von diesem Zeitpunkt an konzentrierte sich Ueshiba mit ganzer Kraft auf die Entwicklung der Technik des Aikido, um sie der geistigen Lehre anzupassen.

1926 unterrichtete er am kaiserlichen Hof sowie am kaiserlichen Haushaltsministerium. 1930 erlangte Aiki-Budo grosse Bekanntheit. Morihei Ueshiba unterrichtete in Dojos in Tokyo und Osaka. 1945 wurde in Iwama der Bau des Aiki-Schreins sowie ein dazugehörendes Freiluft Dojo fertiggestellt, welches Morihei „Geburtszimmer des Aikido“ nannte. Nach dem Krieg wurde das Hauptquartier des Aikido wieder nach Tokyo verlegt und das Hauptdojo wurde in Aikido-Hombu-Dojo umbenannt. Sein Sohn Kisshomaru übernahm die Verantwortung die bestehende Organisation (Aikikai) zu festigen und Morihei Ueshiba begann durch Japan zu reisen, um Unterricht zu erteilen, Vorträge zu halten oder Vorführungen zu zeigen. Aikido wurde immer bekannter in Japan und nahm seinen Einzug an Universitäten, in Behörden und Firmen. 1960 wurde Morihei der Shijuhosho Preis von Kaiser Hirohito verliehen, einen Preis, welcher nur an drei grosse Meister verliehen wurde. Im Januar 1968 wurde das neue Hombu Dojo fertiggestellt und im selben Jahr gab Morihei seine letzte Aikido-Demonstration in Hibiya. Am 26. April 1969 schied Morihei Ueshiba friedlich dahin.

Heute wird Aikido auf der ganzen Welt praktiziert.

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